Winterhaut ganzheitlich pflegen Was trockene Haut jetzt braucht – und wie Aromatherapie sanft unterstützen kann
- praxisduftwerke
- 28. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Der Winter ist für unsere Haut eine herausfordernde Zeit. Trockene Heizungsluft, die Kälte, all das setzt unserer Haut im Winter ganz schön zu. Sie juckt, sie spannt , fühlt sich rau an und irgendwie fühlen wir uns in unserer Haut nicht mehr Wohl- und irgendwie scheint keine Creme wirklich zu helfen.Der Februar lädt uns nun dazu ein, einen Schritt zurückzutreten und zu schauen, was unsere Haut wirklich braucht. Wie können wir sie natürlich unterstützen- von innen und von aussen.
Warum wird die Haut im Winter trockener?
Bei Temperaturen unter 8 Grad arbeiten unsere Talgdrüsen langsamer. Sinkt die Temperatur in den Minusbereich, man spricht von ca. -5 Grad, wird die Talgproduktion ganz eingestellt. Ausserdem enthält die kalte Winterluft weniger Feuchtigkeit. Das führt dazu, dass unser Lipidmantel, der unsere Haut schützt, anfälliger wird. Das wiederum führt zu trockener Haut im Gesicht, der Lippe, an Händen und Füssen. Halten wir uns nun oft in den beheizten Räumlichkeiten auf, wird der Haut durch die trockene Heizungsluft noch mehr Feuchtigkeit entzogen.
Anzeichen für trockene Haut:
· Spannungsgefühl der Haut, oft nach dem Waschen
· Kleine Risse und Abschuppungen
· Rötungen und Juckreiz
· Rauhes Gefühl
Übrigens ist die trockene Haut auch Schuld daran, dass wir häufiger krank werden. Die Nasenschleimhaut trocknet aus, wodurch die Flimmerhärchen nicht mehr so beweglich bleiben und verkleben können. So können sie ihre Reinigungsfunktion nicht mehr wahrnehmen.
Warum können Fette Öle unterstützen?
Unser Lipidmantel setzt sich aus verschiedenen Fettsäuren zusammen, die auch in den Fetten Pflanzenölen vorkommen. Sie fördern die Elastizität und Widerstandskraft und unterstützen die Regeneration der Hautbarriere.
Konventionelle Kosmetik ist oft Erdölbasiert- auf der INCI-Liste als Paraffin deklariert. Paraffine legen sich wie ein Schutzfilm auf deine Haut. Das lässt die Haut wunderbar geschmeidig werden. Dieser Schutzfilm nimmt aber deiner Haut «die Luft» - sie kann nicht mehr atmen. Paraffine können von der Haut nicht verwertet werden und haben keinen Pflegenden Aspekt auf die Haut. Bei längerer Anwendung kann die Haut dadurch auch noch trockener werden.
Welchen Einfluss haben Wirkstofföle?
Öle wie Sanddornfruchtfleischöl, Calophyllum oder Wildrose sind wertvolle Ergänzungen zu den Pflanzenölen. Sie beeinflussen Hautprozesse aktiv und haben sehr gute therapeutische Eigenschaften. Sie alle sind auch eine gute Unterstützung bei trockener Haut. Ihre Dosierungen sind sehr unterschiedlich.
Ätherische Öle:
Auch ätherische Öle können die Haut bei Trockenheit unterstützen. Dabei werden hier vor allem ätherische Öle mit folgenden Eigenschaften eingesetzt:
· Durchblutungsfördernd
· Entzündungshemmend
· Hautregenerierend und hautberuhigend
Wie kann die physikalische Therapie unterstützen?
Eine sanfte Lymphdrainage , wie wir es z.B. von Gua-Sha kennen , kann bei trockener Haut unterstützend wirken. Durch Lymphdrainage werden Stoffwechselendprodukte abtransportiert und fördert die Nährstoffversorgung der Zellen.
Gespannte Haut kann entspannt werden. Ausserdem unterstützt eine Massage die Aufnahme der Pflanzenöle und der ätherischen Öle.
Auch eine Bürstenmassage mit weichen Borsten kann eine gute Unterstützung im Winter bieten. Sie löst abgestorbene Hautschüppchen und fördert die Durchblutung. Die Bürstenmassage kannst du zuhause durchführen, oder aber auch in einer Massagepraxis mit Hydrotherapie geniessen
Trockene Winterhaut entsteht durch das Zusammenspiel von Kälte, trockener Luft, verminderter Durchblutung und einer geschwächten Hautbarriere. Nachhaltige Pflege bedeutet daher mehr als nur oberflächliches Eincremen: Pflanzliche Wirkstofföle und ätherische Öle nähren und stabilisieren die Haut, wirken sanft regulierend und unterstützend.
Langsame, achtsame Berührungen – sei es durch Massage, lymphanregende Techniken oder Gua Sha – verbessern die Gewebeversorgung und intensivieren die Wirkung der Pflege. Besonders im Februar sollte Hautpflege entschleunigt werden: weniger Reize, mehr Schutz und Zeit für Regeneration.




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